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Unsere aktuellen Projekte

Entwicklung der Qualität in der stationären Pflege gemäß § 113b Absatz 4 Satz 2 Nr. 1 SGB XI

Das Ziel:

Entwicklung von Instrumenten für die Prüfung der Qualität der Leistungen, die von den stationären Pflegeeinrichtungen erbracht werden sowie für die Qualitätsberichterstattung in der stationären Pflege. Dies umfasst die wissenschaftlichen Grundlagen sowie die Entwicklung der konkreten Maßstäbe und Grundsätze für die Qualität, Qualitätssicherung und Qualitätsdarstellung in der stationären Pflege und für die Entwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements.

Hintergrund:

Die bestehenden Qualitätsprüfungen und die Veröffentlichung der Qualitätsergebnisse aus der stationären Pflege haben in der Vergangenheit Kritik erfahren. In diesem Projekt entstehen neue Prüfungsinstrumente und eine neue Form der Qualitätsberichterstattung für die stationäre Pflege, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.

Aktueller Entwicklungsstand:

Im Januar 2017 wurde nach europaweiter Ausschreibung der Auftrag für die wissenschaftliche Erarbeitung dieser Instrumente an das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (Dr. Klaus Wingenfeld) und das aQua – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen vergeben. Dazu finden Sie hier den den nun vorliegenden Abschlussbericht  sowie eine Kurzfassung.

Wie geht es nun weiter? Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Erarbeitung sind eine wesentliche Grundlage, jedoch nur einer der Bausteine, für die weitere Festlegung der Maßstäbe und Grundsätze zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität. Erst dieses Regelwerk wird die Grundlagen der Arbeit der Leistungserbringer und der Leistungsträger für die Pflege in Deutschland definieren. Anschließend erfolgt die Implementierung in den Pflegeeinrichtungen sowie die Vorbereitung der Prüfinstanzen. Dieser Prozess soll Ende 2019 abgeschlossen sein.

Entwicklung der Qualität in der ambulanten Pflege gemäß § 113b Absatz 4 Satz 2 Nr. 3 SGB XI

Das Ziel:

Entwicklung von Instrumenten für die Prüfung der Qualität der Leistungen, die von den ambulanten Pflegeeinrichtungen erbracht werden sowie für die Qualitätsberichterstattung in der ambulanten Pflege.

Hintergrund:

Auch die Prüfung und Veröffentlichung der Qualität in der ambulanten Pflege wird überarbeitet. Dazu definieren Wissenschaftler im Auftrag des Qualitätsausschusses Pflege derzeit geeignete Kriterien und Darstellungsformen. Die Ergebnisse werden in einem Pilotversuch getestet.

Diese wissenschaftliche Vorarbeit und die Pilotierung bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung von Maßstäben und Grundsätzen für die Qualität, Qualitätssicherung und Qualitätsdarstellung in der ambulanten Pflege durch den Qualitätsausschuss.

Aktueller Entwicklungsstand:

Ein Auftrag für die wissenschaftliche Forschung ist nach europaweiter Ausschreibung im März 2017 an die Hochschule Osnabrück (Prof. Dr. Andreas Büscher) und das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (Dr. Klaus Wingenfeld) erteilt worden. Dazu finden Sie hier den nun vorliegenden Abschlussbericht, der eine der Grundlagen für die weiteren Entscheidungen des Qualitätsausschusses bildet.

Datenauswertungsstelle nach § 113 Absatz 1b SGB XI

Das Ziel:

Zusammenführung und Auswertung der von den stationären Pflegeeinrichtungen erhobenen Indikatoren zur Messung der Ergebnisqualität in der Pflege.

Hintergrund:

Pflegeeinrichtungen erheben im Rahmen ihrer eigenen Qualitätssicherung viele Daten zur Ergebnisqualität. Diese Daten müssen zusammengeführt und ausgewertet werden. Dies soll nach den Vorgaben des Gesetzes durch eine fachlich unabhängige Institution erfolgen. Anhand eines indikatorengestützten Verfahrens  wird eine Vergleichbarkeit der Qualität in den Einrichtungen der stationären Pflege ermöglicht und damit die Basis für die weitere interne Qualitätsentwicklung gelegt.

Aktueller Entwicklungsstand:

Die Ausschreibung des Auftrages erfolgte am 14. Januar 2018. Das Vergabeverfahren läuft derzeit.

Entwicklung und Erprobung eines Konzepts für eine Qualitätssicherung in neuen Wohnformen gemäß § 113b Absatz 4 Satz 2 Nr. 6 SGB XI

Das Ziel:

Entwicklung und Erprobung eines Konzepts für eine Qualitätssicherung in neuen Wohnformen, insbesondere der Entwicklung von Instrumenten zur internen und externen Qualitätssicherung sowie für eine angemessene Qualitätsberichterstattung.

Hintergrund:

Die wachsende Zahl neuer Wohnformen für pflegebedürftige Menschen braucht eigene Rahmenbedingungen. Derzeit werden die in der Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner solcher neuen Wohnformen tätigen ambulanten Dienste regulär geprüft. Das Zusammenleben in diesen neuen Wohnformen bringt jedoch ein ganz eigenes Leistungsgeschehen mit sich, das in einem eigenen Konzept für die Qualitätssicherung abgebildet werden soll. Dies wird durch den Qualitätsausschuss mit wissenschaftlicher Unterstützung erstmalig entwickelt und für die Praxis bereitgestellt.

Aktueller Entwicklungsstand:

Der Auftrag für die wissenschaftliche Entwicklung und Erprobung ist im August 2017 an die Universität Bremen, die Prognos AG und das Kuratorium Deutsche Altershilfe vergeben worden. Ergebnisse werden dem Qualitätsausschuss im Sommer 2018 vorliegen und dann beraten.

Expertenstandards nach § 113a SGB XI

Das Ziel:

Entwicklung und Aktualisierung wissenschaftlich fundierter und fachlich abgestimmter Expertenstandards zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege.

Hintergrund:

Der Qualitätsausschuss ist gemäß § 113b SGB XI für die Entwicklung und Aktualisierung wissenschaftlich fundierter und fachlich abgestimmter Expertenstandards zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege zuständig. Entsprechend wurde ein Expertenstandard Mobilität beauftragt, von Pflegewissenschaftlern entwickelt und modellhaft implementiert.

Aktueller Entwicklungsstand:

Der erweiterte Qualitätsausschuss hat zu Beginn des Jahres 2018 die zunächst freiwillige Einführung des Expertenstandards Mobilität in den Pflegeeinrichtungen empfohlen, die mit einer Begleitforschung kombiniert werden soll. Auf dieser Basis soll dann eine Aktualisierung und eine verbindliche Einführung des Expertenstandards erfolgen. Außerdem soll eine Begleitforschung sowie eine Aktualisierung des Standards mit dem Ziel einer verbindlichen Einführung des Expertenstandards erfolgen.

Hier finden Sie aktuelle Dokumente zum Expertenstandard „Erhaltung und Förderung der Mobilität“:

Bereits abgeschlossene Projekte:

Das Ziel:

Vereinbarung von Nutzungsbedingungen für die Übermittlung von Qualitätsdaten an Dritte.

Hintergrund:

Der Qualitätsausschuss hatte den Auftrag, Nutzungsbedingungen zu entwickeln, in denen die Übermittlung von Daten, die der Darstellung der Qualität zugrunde liegen, an Dritte geregelt wird. Insbesondere geht es um Regelungen zum Datenformat, zum Datennutzungsvertrag, zu den Nutzungsrechten und den Pflichten der Nutzer bei der Verwendung der Daten.

Aktueller Entwicklungsstand:

Die Vereinbarung wurde innerhalb der gesetzlichen Frist geschlossen. Seit dem 21.03.2018 sind die Nutzungsbedingungen in der überarbeiteten Form in Kraft getreten. Hier finden Sie die Nutzungsbedingungen als PDF-Dokument.

Das Ziel:

Festlegung eines Verfahrens zur Kürzung von Pflegevergütungen aufgrund einer Pflichtverletzung des Pflegeeinrichtungsträgers.

Hintergrund:

Schon jetzt können Pflegevergütungen aufgrund einer Verletzung der Pflichten aus dem Versorgungsvertrag gekürzt werden. Neu wurden vom Gesetzgeber geregelt, wann eine Pflichtverletzung unwiderlegbar vermutet wird. Dazu hat der Qualitätsausschuss ein Verfahren beschlossen.

Aktueller Entwicklungsstand:

Die Vereinbarung eines Verfahrens zur Kürzung von Pflegevergütungen aufgrund einer Pflichtverletzung des Pflegeeinrichtungsträgers wurde innerhalb der gesetzlichen Frist durch den Qualitätsausschuss Pflege beschlossen. Sie ist nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 01.04.2018 in Kraft getreten. Hier finden Sie die Bekanntmachung der Vereinbarung im Bundesanzeiger als PDF-Dokument.

Das Ziel:

Empfehlungen zur Qualitätssicherung der Beratungsbesuche nach § 37 Absatz 3 SGB XI.

Hintergrund:

Die Beratungsbesuche nach § 37 Absatz 3 SGB XI dienen der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung sowie der praktischen und pflegefachlichen Unterstützung derjenigen, die häusliche Pflege leisten. Für diese Beratungsbesuche werden konkrete Empfehlungen zur Qualitätssicherung erarbeitet.

Aktueller Entwicklungsstand:

Im Frühjahr 2018 hat der erweiterte Qualitätsausschuss Empfehlungen zur Qualitätssicherung der Beratungsbesuche beschlossen. Hier finden Sie die Empfehlungen als PDF-Dokument.