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Unsere aktuellen Projekte

Entwicklung der Qualität in der stationären Pflege gemäß § 113b Absatz 4 Satz 2 Nr. 1 und 2 SGB XI

Das Ziel:

Gemäß den gesetzlichen Aufträgen war durch den Qualitätsausschuss Pflege ein Auftrag an wissenschaftliche Institutionen zu vergeben, um die Instrumente und Verfahren für die Qualitätsprüfungen sowie für die Qualitätsberichterstattung in der stationären Pflege zu entwickeln. Die im September 2018 vorgelegten Empfehlungen bildeten die Grundlage für die Maßstäbe und Grundsätze für die Qualität gemäß § 113 SGB XI. Sie waren weiterhin die Basis für die Instrumente der Qualitätsprüfung gemäß §§ 114f SGB XI und für die Qualitätsdarstellung nach § 115 Absatz 1a SGB XI.

Hintergrund:

Die bestehenden Qualitätsprüfungen und die Veröffentlichung haben in der Vergangenheit Kritik erfahren. Vielfach wurde bemängelt, dass mit den sog. „Pflegenoten“ Qualitätsdefizite verschleiert würden und dass Qualitätsunterschiede der Pflegeeinrichtungen für die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen nicht ausreichend erkennbar wären. In dem o. g. Projekt wurden durch die vom Qualitätsausschuss Pflege beauftragten wissenschaftlichen Einrichtungen (Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (Dr. Klaus Wingenfeld) und aQua-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen) Empfehlungen für neue Instrumente und Verfahren für die Qualitätsprüfung und für eine neue Form der Qualitätsberichterstattung in der stationären Pflege erarbeitet. Den Abschlussbericht sowie eine Kurzfassung finden Sie in unserem Downloadbereich.

Aktueller Entwicklungsstand:

Die Ergebnisse des wissenschaftlichen Auftrages waren eine wesentliche Grundlage für die Neufassung der Maßstäbe und Grundsätze zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität, in denen insbesondere die Anforderungen an das neue indikatorengestützte Verfahren zu regeln waren. Die Regelungen zum indikatorengestützten Verfahren gelten ausschließlich für die Bewohnerinnen und Bewohner der vollstationären Langzeitpflege. Die Dokumente sind in unserem Downloadbereich zu finden. Wir haben für Sie zudem eine Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zusammengestellt, die Sie hier finden.

Der erweiterte Qualitätsausschuss Pflege hat im März 2019 weiterhin den Inhalt, die Bewertungssystematik und die Form der Qualitätsdarstellung (Qualitätsdarstellungsvereinbarung für die stationäre Pflege gemäß § 115 Absatz 1a SGB XI, QDVS) beschlossen. Die zukünftige Qualitätsdarstellung beruht auf drei Säulen: den Ergebnissen aus externen Qualitätsprüfungen, den Qualitätsindikatoren und sog. Einrichtungsinformationen (i. W. Angaben zu Ausstattungsmerkmalen der Pflegeeinrichtungen). Sie finden die Vereinbarungen zur Qualitätsdarstellung in unserem Downloadbereich.

Zur Entwicklung detaillierter Umsetzungsempfehlungen für die Ausgestaltung der zukünftigen Qualitätsberichte wurde die Berliner Agentur The People Who Do TPWD GmbH im Rahmen eines Auftrages zur Konzeption, Gestaltung und detaillierten Beschreibung der Anforderungen für die öffentliche Qualitätsdarstellung gemäß § 115 Absatz 1a SGB XI beauftragt. Deren Empfehlungen bilden die Basis für die zukünftigen Qualitätsberichte, für die wie bisher die Landesverbände der Pflegekassen zuständig sind.

Wie geht es nun weiter? In den Pflegeeinrichtungen erfolgt derzeit die die Implementierung der aktualisierten Qualitätsanforderungen. Die Pflegeeinrichtungen werden insbesondere auf das neue indikatorengestützte Verfahren und die hierfür notwendigen Datenerhebungen geschult. Dieser Prozess soll Ende 2019 abgeschlossen sein.

Die externen Qualitätsprüfungen auf neuer Grundlage beginnen im November 2019. Bis Ende 2020 sollen alle stationären Pflegeeinrichtungen einmal durch den MDK oder den Prüfdienst der Privaten Krankenversicherung e.V. geprüft sein. Die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen werden durch die Landesverbände der Pflegekassen veröffentlicht. Ab Mitte 2020 werden auch die Ergebnisse von Qualitätsindikatoren veröffentlicht.

 

Entwicklung der Qualität in der ambulanten Pflege gemäß § 113b Absatz 4 Satz 2 Nr. 3 SGB XI

Das Ziel:

Entwicklung von Instrumenten für die Prüfung der Qualität der Leistungen, die von den ambulanten Pflegeeinrichtungen erbracht werden sowie für die Qualitätsberichterstattung in der ambulanten Pflege.

Hintergrund:

Auch die Qualitätsprüfung und die Veröffentlichung der Qualität in der ambulanten Pflege wird überarbeitet. Dazu definieren Wissenschaftler im Auftrag des Qualitätsausschusses Pflege geeignete Kriterien und Darstellungsformen. Die Ergebnisse werden in einem Pilotversuch getestet.

Die wissenschaftliche Vorarbeit der Hochschule Osnabrück (Prof. Dr. Andreas Büscher) und des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (Dr. Klaus Wingenfeld) ist abgeschlossen. Den vorliegenden Abschlussbericht sowie eine Kurzfassung finden Sie in unserem Downloadbereich. Der Abschlussbericht bildet neben der Pilotierung eine der Grundlagen für die weiteren Entscheidungen des Qualitätsausschusses.

Vor der Weiterentwicklung der Maßstäbe und Grundsätze für die Qualität, Qualitätssicherung und Qualitätsdarstellung in der ambulanten Pflege durch den Qualitätsausschuss werden die Ergebnisse der anstehenden Pilotierung herangezogen.

 

Aktueller Entwicklungsstand:

Die Umsetzung der neuen Instrumente und Verfahren in die Praxis hat nun begonnen: Zur Pilotierung der im Entwicklungsauftrag erarbeiteten Instrumente und Verfahren der Qualitätsprüfung und Qualitätsdarstellung in der ambulanten Pflege konnte nach Abschluss des Vergabeverfahrens der Zuschlag am 03.04.2019 an das IGES Institut vergeben werden. Im Fokus der Pilotierung steht vor allem die Untersuchung der Praktikabilität und Zuverlässigkeit des Verfahrens. Erste Ergebnisse sollen Mitte 2020 vorliegen.

Datenauswertungsstelle nach § 113 Absatz 1b SGB XI

Das Ziel:

Zusammenführung und Auswertung der von den stationären Pflegeeinrichtungen erhobenen Indikatoren zur Messung der Ergebnisqualität in der Pflege.

Hintergrund:

Pflegeeinrichtungen erheben im Rahmen der Qualitätssicherung Daten zur Ergebnisqualität. Diese Daten müssen zusammengeführt und ausgewertet werden. Dies soll nach den Vorgaben des Gesetzes durch eine fachlich unabhängige Institution erfolgen. Anhand eines indikatorengestützten Verfahrens wird eine Vergleichbarkeit der Qualität in den Einrichtungen der stationären Pflege ermöglicht und damit auch die Basis für die weitere interne Qualitätsentwicklung und die Qualitätsberichterstattung geschaffen. Zudem sollen die Qualitätsindikatoren auch bei externen Qualitätsprüfungen genutzt werden.

Aktueller Entwicklungsstand:

Nach Abschluss des Vergabeverfahrens konnte der Zuschlag für den Aufbau und Betrieb der unabhängigen Datenauswertungsstelle (DAS) nach § 113 Abs. 1b SGB XI am 12.02.2019 an das aQua - Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH in Göttingen vergeben werden.
Der Aufbau der Datenauswertungsstelle soll einschließlich eines Testbetriebs bis zum 31. August 2019 abgeschlossen sein. Die Datenauswertungsstelle wird nach den Vorgaben des Gesetzes zum 1. September 2019 ihren regulären Betrieb aufnehmen. Die beteiligten Pflegeeinrichtungen werden über alle notwendigen Schritte zur Registrierung und zur Übertragung von Qualitätsdaten rechtzeitig über die DAS informiert werden.

Einzelheiten zur Qualitätsdarstellung und auch zum Registrierungsprozess sind in den nach § 113 SGB XI erarbeiteten Maßstäben und Grundsätzen für die Qualität, die Qualitätssicherung und -darstellung in der vollstationären Pflege vom 23.11.2018 dargestellt. Eine Vollversion mit allen Anhängen finden Sie im Downloadbereich.

Entwicklung und Erprobung eines Konzepts für eine Qualitätssicherung in neuen Wohnformen gemäß § 113b Absatz 4 Satz 2 Nr. 6 SGB XI

Das Ziel:

Entwicklung und Erprobung eines Konzepts für eine Qualitätssicherung in neuen Wohnformen, insbesondere der Entwicklung von Instrumenten zur internen und externen Qualitätssicherung sowie für eine angemessene Qualitätsberichterstattung.

Hintergrund:

Die wachsende Zahl neuer Wohnformen für pflegebedürftige Menschen braucht eigene Rahmenbedingungen. Derzeit werden die in der Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner solcher neuen Wohnformen tätigen ambulanten Dienste regulär geprüft. Das Zusammenleben in diesen neuen Wohnformen bringt jedoch ein ganz eigenes Leistungsgeschehen mit sich, das in einem eigenen Konzept für die Qualitätssicherung abgebildet werden soll. Dies wird durch den Qualitätsausschuss mit wissenschaftlicher Unterstützung erstmalig entwickelt und für die Praxis bereitgestellt.

Aktueller Entwicklungsstand:

Der Auftrag für die wissenschaftliche Entwicklung und Erprobung ist im August 2017 an die Universität Bremen, die Prognos AG und das Kuratorium Deutsche Altershilfe vergeben worden. Inzwischen liegen der Abschlussbericht des Projektes sowie eine Zusammenfassung vor.

Der Qualitätsausschuss Pflege wird sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem Erprobungsprojekt weiter befassen.

Expertenstandards nach § 113a SGB XI

Das Ziel:

Entwicklung und Aktualisierung wissenschaftlich fundierter und fachlich abgestimmter Expertenstandards zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege.

Hintergrund:

Der Qualitätsausschuss ist gemäß § 113a SGB XI für die Entwicklung und Aktualisierung wissenschaftlich fundierter und fachlich abgestimmter Expertenstandards zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege zuständig. Entsprechend wurde ein Expertenstandard Mobilität beauftragt, von Pflegewissenschaftlern entwickelt und modellhaft implementiert. Die Empfehlung zur freiwilligen Einführung erfolgte Anfang 2018 durch den erweiterten Qualitätsausschuss.

Aktueller Entwicklungsstand:

Zu Beginn des Jahres 2019 wurde die Ausschreibung für eine Aktualisierung des Expertenstandards Mobilität veröffentlicht. Den Zuschlag zur Aktualisierung erhielt Mitte Mai 2019 das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) an der Hochschule Osnabrück.

Mit dem Ziel der verbindlichen Einführung des Expertenstandards Mobilität soll sich eine wissenschaftliche Begleitforschung an die Aktualisierung anschließen.

Die aktuellen Dokumente zum Expertenstandard „Erhaltung und Förderung der Mobilität“ finden Sie in unserem Downloadbereich.

Bereits abgeschlossene Projekte:

Das Ziel:

Vereinbarung von Nutzungsbedingungen für die Übermittlung von Qualitätsdaten an Dritte.

Hintergrund:

Der Qualitätsausschuss hatte den Auftrag, Nutzungsbedingungen zu entwickeln, in denen die Übermittlung von Daten, die der Darstellung der Qualität zugrunde liegen, an Dritte geregelt wird. Insbesondere geht es um Regelungen zum Datenformat, zum Datennutzungsvertrag, zu den Nutzungsrechten und den Pflichten der Nutzer bei der Verwendung der Daten.

Aktueller Entwicklungsstand:

Die Vereinbarung wurde innerhalb der gesetzlichen Frist geschlossen. Seit dem 21.03.2018 sind die Nutzungsbedingungen in der überarbeiteten Form in Kraft getreten. Hier finden Sie die Nutzungsbedingungen als PDF-Dokument.

Das Ziel:

Festlegung eines Verfahrens zur Kürzung von Pflegevergütungen aufgrund einer Pflichtverletzung des Pflegeeinrichtungsträgers.

Hintergrund:

Schon jetzt können Pflegevergütungen aufgrund einer Verletzung der Pflichten aus dem Versorgungsvertrag gekürzt werden. Neu wurden vom Gesetzgeber geregelt, wann eine Pflichtverletzung unwiderlegbar vermutet wird. Dazu hat der Qualitätsausschuss ein Verfahren beschlossen.

Aktueller Entwicklungsstand:

Die Vereinbarung eines Verfahrens zur Kürzung von Pflegevergütungen aufgrund einer Pflichtverletzung des Pflegeeinrichtungsträgers wurde innerhalb der gesetzlichen Frist durch den Qualitätsausschuss Pflege beschlossen. Sie ist nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 01.04.2018 in Kraft getreten. Hier finden Sie die Bekanntmachung der Vereinbarung im Bundesanzeiger als PDF-Dokument.

Das Ziel:

Empfehlungen zur Qualitätssicherung der Beratungsbesuche nach § 37 Absatz 3 SGB XI.

Hintergrund:

Die Beratungsbesuche nach § 37 Absatz 3 SGB XI dienen der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung sowie der praktischen und pflegefachlichen Unterstützung derjenigen, die häusliche Pflege leisten. Für diese Beratungsbesuche werden konkrete Empfehlungen zur Qualitätssicherung erarbeitet.

Aktueller Entwicklungsstand:

Im Frühjahr 2018 hat der erweiterte Qualitätsausschuss Pflege Empfehlungen zur Qualitätssicherung der Beratungsbesuche beschlossen. Der Qualitätsausschuss Pflege hat diese Empfehlungen aufgrund der aus dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes (PpSG) resultierenden Datenschutzanforderungen zuletzt im Mai 2019 geändert. Die Empfehlungen finden Sie in unserem Downloadbereich.

Zum Nachweis des Beratungsbesuchs stellen der GKV-Spitzenverband und der Verband der Privaten Krankenversicherungen e. V. ein Formular zur Verfügung. Dieses steht Ihnen auf der Webseite des GKV-Spitzenverbandes unter dem Dropdownmenü „Formulare“ in verschiedenen Sprachen zur Verfügung.