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Qualität für die Pflege - wissenschaftliche Erkenntnisse und künftige Enwicklungen

Überall in Deutschland leisten Pflegende in der ambulanten und stationären Pflege professionelle Arbeit für die ihnen anvertrauten Menschen. Pflegedienste sowie teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen bieten eine verlässliche Versorgung auf hohem Niveau. Die Leistungserbringer, Pflegekassen, privaten Versicherungsunternehmen, Sozialhilfeträger sowie die jeweiligen Prüfinstitutionen stellen gemeinsam sicher, dass die Versorgungsqualität auch in der Zukunft auf einem hohen Niveau erfolgt und noch weiter verbessert wird. Hierzu ist ein Qualitätsprüfungssystem erforderlich, das die Pflege realistisch abbildet und gleichzeitig Probleme verlässlich aufzeigt.

Pflegebedürftige und ihre Familien benötigen gleichzeitig verständliche und hilfreiche Informationen zur Qualität in einzelnen Diensten und Einrichtungen, die ein realistisches Bild der geleisteten Versorgung zeichnen und damit eine echte Vergleichbarkeit ermöglichen.

Dazu sind wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Kriterien für die Qualitätsprüfung und die Qualitätsberichterstattung in der Pflege notwendig. Mit dem 2. Pflegestärkungsgesetz hat der Gesetzgeber die im Qualitätsausschuss Pflege zusammengeschlossenen Leistungsträger und Leistungserbringer auf Bundesebene beauftragt, unabhängig erarbeitete wissenschaftliche Grundlagen für die Qualitätsprüfung zu schaffen. Auf dieser Basis wird ein neues Prüfsystem festgelegt.

Durch mehrere Projekte werden die wissenschaftlichen Grundlagen für eine zuverlässige Qualitätsprüfung und Qualitätsberichterstattung gelegt und die Einführung neuer Instrumente vorbereitet. Die von den Leistungsträgern und den Leistungserbringern gemeinsam eingerichtete Geschäftsstelle koordiniert diese Arbeit und weitere Aufgaben des Qualitätsausschusses Pflege, wie zum Beispiel die Entwicklung und Aktualisierung der Expertenstandards sowie die Empfehlungen zur Qualitätssicherung für die Beratungsbesuche in der häuslichen Pflege.

Ambulante Dienste sowie teil- und vollstationäre Pflegeeinrichtungen sind über ihre Verbände direkt an der Entwicklung der künftigen Qualitätsprüfungssysteme und Qualitätsberichterstattung beteiligt. Die Beteiligung der Pflegekassen, der privaten Versicherungsunternehmen, des Sozialhilfeträgers sowie der Pflegebedürftigenvertretung bringt die Interessen von Versicherten, Pflegebedürftigen und deren Angehörigen in die Entwicklungsprozesse mit ein. Diese breite Einbeziehung aller Akteure legt die Basis dafür, dass das künftige System der Qualitätsprüfung und Qualitätsberichterstattung in der Pflege auf umfassende Akzeptanz bei den Anbietern von Pflegeleistungen und den Pflegebedürftigen bauen kann.

Dies hilft dabei, die hohe Qualität in der Pflege zu zeigen, verlässlich Problemlagen sichtbar zu machen und geeignete Lösungen einzuleiten. Das neue Qualitätsprüfungssystem und die Qualitätsberichterstattung fördern so das Vertrauen in die Arbeit der Pflegeeinrichtungen.